Fachtag – Möglichkeiten einer multimedialen Erinnerungskultur
Montag, 17. Februar 2020

Der 27. Januar und der 8. Mai sind heute Gedenktage in Erinnerung an die Opfer der NS-Diktatur, einschließlich der Völkermorde und der Gewaltverbrechen des Zweiten Weltkriegs. 75 Jahre ist die Befreiung nun her, direkte Zeitzeugengespräche sind immer seltener möglich und aufgrund der zeitlichen Distanz gibt es immer weniger persönliche Bezüge. Auch dadurch bedingt ist die Vermittlung des Themas vielfältiger geworden: App-basierte Stadtführungen, Infos mittels QR-Codes auf Mahnmalen, digitale Tools in Gedenkstätten, die NS-Zeit im Comic oder eine viel diskutierte Instagram-Story über ein Holocaust-Opfer zeigen, dass es multimediale Zugänge gibt, die sicherlich unsere gesellschaftliche Erinnerungskultur zukünftig noch stärker prägen werden.

Der Fachtag soll dazu dienen, miteinander in Diskussion darüber zu kommen:

  • welche Zugänge es im digitalen Zeitalter für die Vermittlung des Nationalsozialismus und des Holocaust geben kann,
  • wo die Herausforderungen und Grenzen der multimedialen Dimension der Erinnerungsarbeit liegen
  • welche unterschiedlichen Funktionen mediale Methoden für die Gedenkstättenpädagogik einnehmen und
  • wie sich die Gedenkstättenpädagogik in unserer multimedialen Gesellschaft weiterentwickeln muss, um weiterhin der Opfer würdevoll gedenken zu können.

Der Fachtag wird veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen e.V. in Kooperation mit dem „Netzwerk Frieden und Erinnern“ der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers am Montag, 17. Februar 2020, in der Zeit von 9.30