CVJM feiert 2019 Jubiläen

CVJM Stederdorf  ist seit 50 Jahren in der St. Petrus-Kirchengemeinde aktiv

Zusammen mit etwa zehn anderen Männern gründete George Williams am 6. Juni 1844 den ersten CVJM in London. Viele junge Menschen zog es wegen der Industrialisierung in die britische Hauptstadt. Ohne entsprechende Lebenserfahrung und soziale Bindungen gerieten sie in existentielle Schwierigkeiten.

In Wort und Tat stellten sich die jungen Männer rund um George Williams dem entgegen: „Unser Ziel ist die Verbesserung der geistlichen Situation junger Männer […] durch die Gründung von Bibelstunden, Aufwärmstuben, Gebetstreffen oder anderen Angeboten.“ Von dort wuchs der YMCA rasant und ist heute die weltweit größte christlich-ökumenische Jugendorganisation, vertreten in 119 Ländern der Welt.

Jubiläum Stederdorf

Seit dem 08. April 1969 gehört auch der CVJM Stederdorf und Umgebung e. V.  dazu und will aus Anlass des 50-jährigen Bestehens am 15. Juni 2019 auf dem Stederdorfer Hof Degener, Rosenwinkel 12, mit einer CVJM-Jubiläumsparty und am 23. Juni 2019 mit einem Gottesdienst in der St. Petrus-Kirche und anschließenden Empfang daran erinnern.

Zeltplatz Eltze, Steinhuder Meer, Dänemark und Norwegen waren die ersten Reiseziele

In Stederdorf versammelte sich ab April 1969 zunächst nur eine reine Jungengruppe mit Henning Könemann einmal wöchentlich im Gemeindehaus. Ab Januar 1970 kamen dann auch Mädchen dazu und Erika Held stieg mit in die Gruppenleitung ein. Im Hintergrund wirkten dann für einige Jahre Hannelore und Karsten Riemann mit. Alle vier hatten sich im damaligen CVJM Peine kennen gelernt und sich zum Ziel gesetzt, in Stederdorf eine eigene CVJM-Arbeit aufzubauen.

Vom 21. – 22. Juni 1970 fand das erste Wochenendzeltlager in Eltze statt. 32 Mädchen und Jungen nahmen daran teil und die An- und Abreise erfolgte mit dem Fahrrad. Mit einem Reisebus der Firma Hoffmeister und fast 40 Teilnehmenden wurde am 20.09.1970 ein Tagesausflug zum Steinhuder Meer und in den Saupark Springe unternommen. Vom 04.08. – 18.08.1973 führte die erste Auslandsfreizeit des CVJM Stederdorf ins dänische Oester Hurup am Kattegatt und zu Begegnungen mit dem dänischen CVJM (KFUM og K). Daran waren 15 Personen beteiligt. 1974 folgte mit 22 Jugendlichen noch einmal Dänemark und schon in den Sommerferien 1975 ging es gemeinsam mit den dänischen Freunden und Freundinnen nach Norwegen. Zum Jahreswechsel 1974/75 fand die erste Silvester-Freizeit in Dänemark statt.

Aus den ersten Reisen und Begegnungen mit den skandinavischen Nachbarn entwickelten sich bis heute andauernde Freundschaften. Mitte der 70er Jahre standen dann in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Reisen durch Südfrankreich, die Schweiz, Österreich und Jugoslawien auf dem Sommerferienprogramm des Stederdorfer CVJM.

Zum Volleyball in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Hameln und Gründung einer TEESTUBE im St. Petrus-Gemeindehaus

Mitte der 70er Jahre des vorherigen Jahrhunderts wurde im CVJM Stederdorf eine „Resozialisierungsgruppe“ begründet, die sich in regelmäßigen Abständen zum Besuch der Jugendvollzugsanstalt Hameln aufmachte, um dort mit den zum Vollzug einsitzenden Jugendlichen Volleyball als Teil einer anzustrebenden Resozialisierung zu spielen. Dazu gehörten Gesprächsrunden und sogar mehrmals ein Besuch am Heiligabend.

Das Stederdorfer St. Petrus-Gemeindehaus wurde in den 70er Jahren einmal wöchentlich zur TEESTUBE umgewandelt, um damit ein Angebot offener Jugendarbeit in Stederdorf vorzuhalten. Beide Engagements führten zur Einrichtung einer Zivildienststelle und späteren mehrjährigen Verantwortungsübernahme im Jugendzentrum Wallhof der Stadt Peine.

Halleluja, Billy – Gemeindehaus wurde zur Musical-Bühne

Die Jahre 1976 und 1977 standen im CVJM Stederdorf stark im Zeichen von Theater und Musik. Es gab einen CVJM-Gospelchor, der unter der motivierenden Leitung von Johann Wiberny schnell an Größe und Schwung gewann und viele Kinder und Jugendliche für stimmungsvollen Chorgesang gängiger Gospel und neuer „geistlicher Lieder“ begeistern konnte.

Parallel dazu gab es die CVJM-Band, die mit Harald Stolte, Karina Glenewinkel, Elke und Henning Grove, Arnd Heiden, Christiane Klose, Eva Rotthaus und weiteren wechselnden Gästen, die moderne Kirchenlieder und amerikanische Folksongs fast professionell zum Klingen brachten und über den Kirchenkreis Peine hinaus viele Jahre eine gefragte Formation waren. Mehr der Geselligkeit dienten 1976 und 1977 zwei „Winterbälle“ in der Sonne, bei denen die Brandes jun.-Band mit schwungvoller Tanzmusik für eine volle Tanzfläche sorgte.

Als Theater-Großprojekt startete 1976 mit einjähriger Probenzeit die Einstudierung des Musicals „Halleluja, Billy“. Nach einer Text- und Musikvorlage von Ernst Lange und Helmut Barbe setzte sich die aus fast 20 Mitspielern bestehende Stederdorfer CVJM Theaterformation mutig und beharrlich mit einer zum Zeitgeist passenden Geschichte auseinander:

„In den Slums von East River versucht eine ökumenische Dienstgruppe mit dem jungen Pastor Jack Mottler den Menschen in dem verkommenen Stadtteil zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen: trotz und gegen Unsauberkeit, Rattenplage, Wohnungselend und Drogen.“ Immer kurz davor, die anspruchsvollen Probenarbeiten abzubrechen, gelang schließlich im Frühjahr 1977 eine „Generalprobe“ im CJD Nienburg und am 22.04.1977 die „umjubelte“ Premiere im mit Eltern und anderen Besuchern prall gefüllten und damals noch großen St. Petrus-Gemeindesaal. Die große Zustimmung zum laienhaft, aber mit großem Enthusiasmus dargebotenen „Halleluja, Billy“ führte zu weiteren Aufführungen, u. a. in Laatzen, Celle und Hannover.

Silvester-Freizeiten – ein CVJM-Format mit viel Zuspruch

Zum Jahreswechsel folgten die einen der Einladung des CVJM Landesverbandes  zu „Stillen Tagen auf Spiekeroog“, andere waren mit dem CVJM Stederdorf zu Silvester-Freizeiten in Dänemark, im Schwarzwald und dann 25 Jahre in Hohegeiß im Harz.

Besonders beeindruckend war der Jahreswechsel 1989/90 am Grenzkontrollpunkt zur damals noch bestehenden DDR. Zwischen dem auf der Trompete gespielten Choralmelodie „Nun danket alle Gott“, Verbrüderungsszenen der DDR-Grenztruppe mit den Kollegen vom westdeutschen Grenzschutz, freiem Zugang auf einen DDR-Kontrollturm und der Euphorie, Zeitzeugen eines besonderen Wendepunktes, zumindest der europäischen Geschichte zu sein, fanden die Teilnehmenden in dieser Nacht kaum in den Schlaf.

Wenn auch nicht immer so spektakulär, aber Freizeiten zum Jahreswechsel waren und sind gute Alternativen zu Raketen und Alkohol im Überfluss.

Die 80er-Jahre waren ein CVJM-Reisejahrzehnt

Der CVJM Landesverband Hannover e.V. hat von Anfang an den Aufbau der CVJM-Arbeit in Stederdorf tatkräftig unterstützt und mit seinen begehrten Jugendleiter(innen)-Kursen im CVJM-Haus Quellerdünen auf Spiekeroog und im Anne-Frank-Haus Oldau vielen jungen Leuten aus Stederdorf eine solide Grundausbildung geboten. Das führte zeitweise zu einem nicht nur im Kirchenkreis beachteten Boom von Kinder- und Jugendgruppen. Mehrere Generationen von Gruppenleiter(innen) waren in all den Jahren tätig und sorgten zuverlässig für wöchentlich stattfindende Gruppenstunden im St. Petrus-Gemeindehaus.

Besondere Höhepunkte des Gruppenlebens waren dabei immer die in den Sommerferien angebotenen CVJM-Kinder- und Jugendfreizeiten, Begegnungs- und Studienreisen. Die führten in den 80er Jahren nach Frankreich, Ungarn, Schweden, Polen, Finnland, Schwarzwald, Dänemark, Berlin, Prag, Türkei und als Nahziele in den Deister und Harz.

Unterwegs in die südfranzösischen Schluchten des Tarn 1987 - 2009

Kanutouren, Andachten, Klettern und Felsenspringen, die Tradition der legendären Kanu-Freizeiten in den südfranzösischen Schluchten des Tarn wurde 1987 begonnen und fast 25 Jahre fortgesetzt. Der CVJM Stederdorf war in Zusammenarbeit mit dem CVJM Landesverband von Anfang an dabei.

Die Gründe waren vielfältig, warum jedes Jahr bis zu 40 Jugendliche  am CVJM-Kanu- und Erlebnis-Camp in Südfrankreich (Gorges du Tarn) teilgenommen haben: „Spaß haben, etwas erleben wollen, andere Jugendliche kennen lernen, Freude am Kanufahren bei schönem Wetter und faszinierender Landschaft, ein Hauch von Abenteuer tanken – waren nur einige Motive, die von den 13 – 15-Jährigen genannt wurden.“

Bevor die Gruppe zur CVJM-Freizeit im südfranzösischen Zentralmassiv starten konnte, wurde vom jeweiligen Leitungsteam viel Vorarbeit geleistet: Es befasste sich mit Literatur über Land und Leute, Erlebnispädagogik, 1. Hilfe, Kreativem und der Vorbereitung von Andachten. Ein Küchen- und Organisationsteam plante und sorgte für Verpflegung und Logistik. Die Mahlzeiten wurden unter Beteiligung der Jugendlichen selbst zubereitet und hatten landestypischen Bezug. Auch die Reinigung der während des Freizeitaufenthaltes genutzten Sanitäranlagen gehörte zum Konzept sozialen Lernens für Jugendliche.

Vor Ort in Südfrankreich vergingen die zwei Wochen wie im Flug: Immer wieder neue Kanutouren durch die Tarnschlucht, Übernachtung unterm Sternenhimmel, Spielen, Baden, Batiken, Andachten, Sonnenaufgang, gemeinsame Mahlzeiten, eine Zweitagesfahrt in die Szenen- und Kulturmetropole Avignon, Pont du Gard und an das Mittelmeer, Kletterübungen an einer Felswand, eine schweißtreibende Mountain-Bike-Tour durchs Gebirge, und schon nahte das Abschiedsfest mit den „Tarnpiraten“ und nicht ganz landestypischen „Hamburgern“ am Tarnufer.

Das Team setzte viele kreative Ideen ein, um den Jugendlichen biblische Texte in Andachten zu erschließen oder in Szene zu setzen. Ein Volleyball- und Fußball-Turnier sorgte für die sportliche Herausforderung auf dem Spielfeld. Die Mithilfe beim Abwasch oder der Toilettenreinigung fand nicht nur Zustimmung, wurde dann aber doch bei lauter „Musikberieselung“ mit Engagement erledigt.

Tischgebete und ein gemeinsamer Beginn der Mahlzeiten sind bis heute bei CVJM-Freizeiten „Standard“, gleichwohl sind „Neulinge“ zunächst immer etwas verwundert.

Ferien vom verstrahlten Alltag, Mühlenfeste und das Afrika-Projekt starteten in den 90er Jahren

Seit Anfang der 90er Jahre lädt der CVJM Kinder aus der durch die Tschernobyl-Katastrophe betroffenen weißrussischen Region Woloshin zu einem dreiwöchigen Erholungsaufenthalt nach Deutschland ein. Jeweils 10 - 12 Kinder einer 5. Klasse waren zunächst für 12 Tage im Anne-Frank-Haus Oldau und anschließend 10 Tagen bei Gastfamilien aus dem Bereich des CVJM Stederdorf zu Gast.

Die CVJM-Aktion „Ferien vom verstrahlten Alltag“ ist ein Hoffnungszeichen für durch die Nuklear-Katastrophe benachteiligte weißrussische Kinder und deren Eltern. Gleichzeitig trägt die humanitäre Maßnahme zur Völkerverständigung und zum Abbau gegenseitiger Vorbehalte bei. Fast in jedem Jahr wird eine Projektreise nach Weißrussland, an der auch deutsche Gastfamilien teilnehmen, angeboten. Oftmals waren dabei die deutschen Besucher von der herzlichen Aufnahme und Gastfreundschaft total überrascht.

CVJM-Mühlenfeste von 1997 – 2011

Von 1997 bis 2011 hat der CVJM Stederdorf u. Umgebung e.V. in zweijährigem Abstand insgesamt acht Mal zum „CVJM-Mühlenfest- „Zwischen Himmel und Erde…“ eingeladen und zwischen 300 bis 500 Besucher angelockt. Ort der Veranstaltung war das außerhalb von Stederdorf  Richtung Edemissen gelegene und im Besitz von Familie Grimminger befindliche große Gelände rund um die historische und denkmalgeschützte „Woltersche Bockwindmühle“.

Mit dem biblischen Leitgedanken  „Solange die Erde besteht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“ wurde morgens mit einem ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel gestartet und mit einem bunten Programm bis 18.00 Uhr fortgesetzt. An einer historischen „Schnittstelle von Saat und Ernte“ wurde mit ganzheitlichen Gestaltungsangeboten ein  Bedeutungszusammenhang von Ökologie, Schöpfung, Ernährung und heutiger Lebenswelt generationsübergreifend vermittelt.

Brotbacken im Holzbackofen, Verkauf und Infos des„Weltladens“, Marionettentheater, Ponyreiten, eine bäuerliche Kaffeestube, verschiedene Spiel- und Bastelangebote, Hüpfburg, Folklore und Musikbeiträge örtlicher Vereine waren beliebte Programmpunkte. Der „aufsuchenden Kinder- und Jugendarbeit“ wurde durch den „LifeLine-Truck“ des CVJM Oberhausen mit Aktionsbühne und Kletterwand ein besonderer Schwerpunkt geboten und konnte die örtlichen Kindertagesstätten sowie die Grundschule einbeziehen.

Partnerschaft mit der Region Lago (Gourcy) im westafrikanischen Burkina Faso

1997 absolvierte Tasserè Ouedraogo aus Lago im westafrikanischen Burkina Faso bei der Stederdorfer Firma PB-HAGUSTA-SBF ein Industriepraktikum und nahm bezüglich einer Partnerschaft zugunsten seines ehemaligen Heimatdorfes LAGO Kontakt mit dem CVJM Stederdorf auf. Daraus entwickelte sich eine Bildungspartnerschaft mit dem Dorf Lago. Im Laufe der folgenden Jahre konnten in der Zusammenarbeit mit dem Comité de Lago, ANYLO und dem „Office de Développement des Eglises Evangéliques du Burkina Faso (ODE)“ („Evangelisches Entwicklungsbüro“) viele Projekte zur humanitären Hilfe und Bildungsentwicklung verwirklicht werden. ODE ist der burkinische Partner von „Brot für die Welt“ in Deutschland.

Die Unterstützung der örtlichen Krankenstation, der Bau eines Apothekengebäudes und eines CREN (Mütter-Beratungszentrum), mehrjährige Schulstipendien und die Unterstützung der Schulen mit Lehrmitteln, die Einrichtung einer Seifenwerkstatt für Frauen, die Verbesserung der Trinkwasserversorgung durch die Reparatur und Neuinstallation von Pumpen, die Solarausstattung der Entbindungsstation und Apotheke und die Begleitung der politischen Willensbildung zum Bau einer Realschule seien dafür beispielhaft benannt.

In Afrika bist du nie allein…

Insgesamt fünf Mal machten sich Delegationen des CVJM Stederdorf auf den langen Weg in das westafrikanische  Burkina Faso, zwei Mal, zuletzt im September 2012, haben die Stederdorfer eine Burkina Faso-Delegation nach Deutschland eingeladen. Begegnungen, herzliche Gastfreundschaft und Eindrücke sind bis heute unvergessen.

Zum Bereich „Bildung“ wurde bei der letzten Projektreise 2011 die Realisierung eines Berufsausbildungszentrums für die Region Lago gemeinsam mit den Dorfbewohnern beschlossen. Damit sollen die Zukunftsperspektiven der Kinder und Jugendlichen von Lago dauerhaft verbessert und die Abwanderung in benachbarte Städte oder in die Hauptstadt verhindert werden.

Die Burkina Faso-Projektgruppe des CVJM Stederdorf hat sich nachhaltig für die Finanzierung des Berufsausbildungszentrums unter praktischer Mithilfe der Dorfbevölkerung und politischer Gremien sowie „Brot für die Welt“  im Zusammenwirken mit der St. Petrus-Kirchengemeinde Stederdorf eingesetzt. Auf Grund politischer Umbrüche und islamistischer Übergriffe in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou verzögerte sich die Umsetzung erheblich. 2018 konnten die Gebäude schließlich fertig gestellt und die Ausstattung übergeben werden.

Und immer wieder auf die grüne Insel Spiekeroog

Spiekeroog und das CVJM-Haus Quellerdünen wurde dem CVJM Stederdorf schon in den Gründungsjahren bei der dortigen Absolvierung von Jugendleiter(innen)-Kursen des Landesverbandes zu einer „emotionalen Insel“ in einer sich schnell verändernden Welt. Seit 2001 ist die Nordseeinsel Spiekeroog zudem Kultziel für die jeweils in den Sommerferien angebotenen Kinderfreizeiten.

Baden, Spiele und Buddeln am Strand, Geschichten von Gott und der Welt, die obligatorische Wattwanderung und Kutterfahrt, ein Besuch des Wattenmeerzentrums „Wittbülten“ sind nur einige Programmpunkte auf der urwüchsigen und autofreien Nordseeinsel. Lieder, Andachten und „Gute Nacht-Geschichten“ runden das Programm ab. Natürlich darf auch ein Sandburgbauwettbewerb nicht fehlen und die „Trutzwälle“ werden aus Sand kunstvoll modelliert und mit Muscheln verziert. Bei leichter Brise und Sonnenschein kann in der Nordsee gebadet werden. Obwohl eine halbe Stunde Fußweg entfernt, ist auch ein Bummel durch das kleine und belebte Inseldorf Spiekeroog  bei den Kindern beliebt.

So ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn bei einer rückblickenden Abschlussrunden der Kinder die netten „Teamer“, das leckere Essen und überhaupt 8 Tage Inselferien mit dem CVJM Stederdorf sehr gelobt werden. Mit feinem Sand in den Schuhen und einem Beutel voller Muscheln im Koffer, so können die Angehörigen ihre Kinder vor der Stederdorfer St. Petrus-Kirche aus dem Bus steigend wieder in Empfang nehmen.

CVJM Stederdorf  – Unterwegs in die Zukunft!?

Eine großzügige Spende aus Anlass eines 80. Geburtstages bescherte dem CVJM Stederdorf den Aufbau einer bis heute florierenden Gitarrenarbeit. Darum haben sich in besonderer Weise Jörg Spreitzenbart und Christian Mutke verdient gemacht. Schon bald gesellte sich eine afrikanische Trommelgruppe dazu, die mit ihrem aus dem Kongo stammenden Lehrer Frank Mbangala das CVJM-Musikleben bereichert.

Es gibt auch noch eine traditionelle Kindergruppe, die sich nach wie vor wöchentlich unter der bewährten Leitung der jetzigen CVJM-Vorsitzenden Frauke Pfeiffer trifft. Ein Kreis von 10 – 15 Nachwuchsteamer(innen) um Joy Könemann und Simon Kornweih sorgt für Kontinuität auf der Leitungsebene. Kinderferiennachmittage und drei Sommerfreizeiten nach Spiekeroog, eine Kanu-Tour auf Werra und Weser und eine Surf- und Segelfreizeit bieten Erlebnisse in den Sommerferien.

Die Projektpartnerschaften mit Weißrussland und Burkina Faso erfordern eine Neuausrichtung, um veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu entsprechen.

Das jährliche Planungswochenende an verschiedenen Orten Norddeutschlands wird nach wie vor gut besucht, die Spiel- und Stammtischgruppe sorgt für Geselligkeit und die Gruppe „Bibel teilen“ begibt sich gemeinsam auf die Suche nach christlichen Lebensentwürfen.

Heimat und Selbstverständnis heute

Das Zusammenwirken mit den Verantwortlichen im Pfarramt der St. Petrus-Kirchengemeinde befindet sich in erfreulich ruhigem Fahrwasser. Gegenseitige Wertschätzung und ein Dialog auf Augenhöhe sind gute Grundlagen für Kooperation und gemeinsame Projekte. Das war in der 50-jährigen Stederdorfer CVJM-Geschichte oft unterschiedlich. Wie in einer richtigen Familie, haben sich alle Beteiligten nicht immer nur richtig verhalten, vielleicht auch manchmal nicht aufmerksam genug einander zugehört? Nichts desto trotz war und ist die St. Petrus-Kirchengemeinde Stederdorf mit Wendesse immer die Basis geblieben, hat Raum zwischen Keller und Dach geboten, ist das zu Hause des CVJM Stederdorf e. V. und ist Teil der St. Petrus-Kirchengemeinde.

Die Inspiration zur Stederdorfer CVJM-Gründung ist durch das langjährige berufliche Wirken des Peiner Diakons Hilmar Brötzmann (+) bei den Gründern gewachsen. Den ehrenamtlichen Stederdorfer CVJM-Verantwortlichen standen in Teilen der 50-jährigen CVJM-Geschichte die Diakone Uwe Lege, Erwin Ehlbeck und für viele Jahre Rudi Mortsiefer (+) zur Seite. Dazu zählt auch seit seiner Gründung durch Werner Zimmermann Anfang der 80er Jahre und bis heute der Evangelische Kirchenkreisjugenddienst Peine.

Der größte Schatz war und ist jedoch die Bereitschaft von vielen Generationen junger und alter Mitarbeiter(innen), sich ehrenamtlich in den Dienst zu stellen, „die Sache Jesu unter jungen Menschen auszubreiten“. An dieser Stelle müsste eigentlich eine lange Liste von Namen folgen, immer mit der Gefahr verbunden, nicht alle wichtig gewesenen Personen zu erfassen.

Umso mehr gelten deshalb auch heute noch die bereits 1855 in Paris beschlossene historische ökumenische Erklärung des YMCA-Weltbundes und die 1985 verabschiedete Zusatzerklärung in Deutschland:

 „Die Christlichen Vereine Junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten.“  Paris 1855

Zusatzerklärung: „Die CVJM sind als eine Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM.“  Kassel, 1985/2002

Henning Könemann, Februar 2019

 

Vorstand des CVJM Stederdorf u. Umgebung 2019:

Vorsitzende: Frauke Pfeiffer                                        

Stellvertretende Vorsitzende: Anke Marx                                        

Kassenwartin: Erika Könemann

Verantwortung für Mitarbeiter- u. Materialpflege: Bettina Leischner      

Beisitzer: Christian Mutke                                        

Beisitzerin: Joy Könemann                                        

Beisitzerin (berufen): Silvia Adam

Beisitzer: (berufen): Simon Kornweih

Alle aktuellen Infos rund um die Angebote des CVJM Stederdorf findet ihr hier

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