Erinnerungsarbeit

Aus der Geschichte lernen – Verantwortung für die Zukunft

Unter diesem Leitbild ist ein besonderes pädagogisches Profil für unser Anne-Frank-Haus in Oldau erarbeitet worden. Die 1987 erfolgte Namensgebung „Anne-Frank-Haus“ ist Anspruch und Herausforderung zugleich. Gruppen, die sich mit dem Thema des Hauses beschäftigen wollen, wird Unterstützung und Beratung bei der Planung, Organisation und Durchführung der Maßnahmen angeboten. Dabei ist es möglich, dass dies in der Gesamtheit eines Seminars oder nur in Teilbereichen stattfindet, ganz wie es gewünscht wird. Die pädagogische Arbeit im Anne-Frank-Haus wird von Bildungsreferentin Gesa Lonnemann verantwortet, ein Team haupt- und ehrenamtlicher MitarbeiterInnen unterstützt sie dabei. Weitere Informationen finden Sie hier.
Bitte richten Sie Ihre Anfragen an die Geschäftsstelle!

Wir gestalten auf Wunsch das Programm Ihres Aufenthaltes im Anne-Frank-Haus

Die pädagogische Abteilung des Anne-Frank-Hauses bietet Ihnen und ihrer Gruppe verschiedene Angebote der historisch-politischen Bildung an. Die Angebote stehen damit auf zwei Säulen.

Historisch: Anhand des Lebens von Anne Frank nähern wir uns der Geschichte des deutschen Nationalsozialismus und des Holocausts an. Die Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen und der Besuch der Gedenkstätte bildet dabei einen zentralen Bezugspunkt.

Politisch: Durch altersgerechte und vielfältige Methoden stellen wir Bezüge zur gegenwärtigen Lebenswelt der Jugendlichen her. Mit der pädagogischen Arbeit gehen wir somit auch auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen ein (z.B. Kontinuitäten von Diskriminierung & Gewalt, Rechtspopulismus, soziale Gerechtigkeit …). Dabei können Fragestellungen zu Glauben, Ethik und Religion Berücksichtigung finden. Wenn Sie besondere Schwerpunkte setzen, oder Teile des Programmes selbst gestalten möchten, ist dies nach Absprache möglich.

Arbeit mit Konfirmanden- und Jugendgruppen

Ein Schwerpunkt der Arbeit im Anne-Frank-Haus ist die Arbeit mit Konfirmanden- und Jugendgruppen. Sie geschieht in der Regel in ein- bis mehrtägigen Seminaren. Inhalt ist meist die Lebensgeschichte Anne Franks und damit die Geschichte eines Mädchens im Alter der Jugendlichen. Dieser Zugang, sowie der Besuch am historischen Ort Bergen-Belsen, dem Ort, an dem Anne Frank umgekommen ist, lässt für Jugendliche die zeitliche Distanz zur Zeit des Nationalsozialismus kleiner werden. Dieses Angebot kann darüber hinaus durch thematisch abgestimmte Andachten bzw. ein Gottesdienst oder eine altersgemäß gestaltete Gedenkfeier ergänzt werden.

Projektwochen und Klassentagungen

Für verschiedenen Schulformen bietet die pädagogische Abteilung des Anne-Frank-Hauses Projektwochen oder Klassentagungen an. Diese können sowohl im Anne-Frank Haus, als auch direkt an der Schule stattfinden. Ein eigens dafür erarbeitetes pädagogisches Programm bildet die SchülerInnen innerhalb 3-5 Tage zu FriedensstifterInnen aus.

Fortbildungen / Tagungen

Regelmäßig finden im Anne-Frank-Haus Tagungen und Fortbildungsveranstaltungen für hauptamtliche MitarbeiterInnen statt. Die Veranstaltungen thematisieren den pädagogischen Ansatz des Hauses und Fragen der Gedenkstättenpädagogik. Inhaltlicher Schwerpunkt sind weiterhin theologische Fragen von Schuld, Vergebung und Versöhnung sowie der christlich-jüdische und israelisch-deutsche Dialog. Fortbildungen und Tagungen werden in verschiedenen Kooperationen unter anderem mit dem Netzwerk Frieden und Erinnern der hannoverschen Landeskirche durchgeführt. 

Internationales Jugendworkcamp Bergen-Belsen

Seit 1993 werden im Anne-Frank-Haus internationale Workcamps veranstaltet. Inzwischen gehören sie zum festen Programm des Hauses. Jährlich in den Osterferien, im Zusammenhang mit dem Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen am 15. April, findet ein großes internationales Workcamp mit über 50 TeilnehmerInnen statt. Dieses Camp wird als Kooperationsveranstaltung des Landesjugendring Niedersachsen und der Gedenkstätte Bergen-Belsen veranstaltet.